
Ein selbst gehostetes Llama 3 auf OpenShift ermöglicht maximale Kontrolle, Datenschutz und Anpassbarkeit für KI-Anwendungen. Erfahren Sie, für wen sich die Investition lohnt, welche Vorteile und Herausforderungen bestehen und wie Sie Ihr LLM sicher produktiv einsetzen können.
Große Sprachmodelle wie Llama 3 sind längst nicht mehr nur ein Thema für Forschung und Entwicklung. Immer mehr Unternehmen erkennen den Nutzen, solche Künstliche Intelligenz (KI)-Lösungen flexibel in der eigenen Infrastruktur zu betreiben. Doch welche Vorteile bringt ein selbst gehostetes LLM auf OpenShift? Welche Herausforderungen erwarten Sie dabei? Und wie können Sie die Implementierung sicher und skalierbar gestalten?
In diesem Expertenartikel erhalten Sie eine umfassende Einführung in die Bereitstellung von Llama 3 in Ihrer eigenen OpenShift-Umgebung. Sie lernen die wichtigsten Schritte, Best Practices, Stolpersteine und echte Praxisbeispiele kennen. Außerdem vergleichen wir die selbst gehostete Lösung mit Cloud-basierten Alternativen und bieten Ihnen praktische Entscheidungshilfen, damit Sie Ihre KI-Strategie optimal aufstellen.
„Unternehmen, die KI-Modelle selbst betreiben, gewinnen maximale Kontrolle, Datenschutz und Flexibilität – doch nicht jede Organisation ist bereit für diesen Schritt.“
Lesen Sie weiter, um herauszufinden, ob ein selbst gehostetes LLM auf OpenShift die richtige Wahl für Ihre Anforderungen ist.
Llama 3 ist ein fortschrittliches Sprachmodell, das von Meta AI entwickelt wurde. Es unterstützt zahlreiche Anwendungsfälle wie Textgenerierung, Klassifikation, semantische Suche und mehr. Im Unterschied zu vielen anderen Modellen ist Llama 3 sowohl für Forschung als auch für den produktiven Einsatz konzipiert und kann on-premises betrieben werden.
OpenShift ist eine Container-Orchestrierungsplattform, die auf Kubernetes aufbaut und speziell für den Enterprise-Einsatz optimiert ist. Sie bietet zahlreiche Funktionen wie Automatisierung, Skalierbarkeit und Sicherheit, die für den Betrieb komplexer KI-Workloads entscheidend sind.
„Mit OpenShift lassen sich KI-Modelle wie Llama 3 nahtlos in die eigene IT-Landschaft integrieren.“
Bevor Sie starten, stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware-Ressourcen ausreichend dimensioniert sind. Llama 3 benötigt für die Inferenz leistungsfähige Grafikkarten (GPUs), viel Arbeitsspeicher und schnellen Datenspeicher.
Erstellen Sie ein Container-Image mit allen notwendigen Abhängigkeiten und dem Llama 3-Modell. Nutzen Sie bewährte Basiskomponenten wie Python, CUDA und spezialisierte Bibliotheken für die KI-Berechnung.
FROM nvidia/cuda:12.1-base
RUN apt-get update && apt-get install -y python3-pip
RUN pip3 install torch transformers llama3-inference
COPY ./model /llama3/modelNutzen Sie Deployment-Objekte und Services in OpenShift, um Ihr Modell bereitzustellen und erreichbar zu machen. Definieren Sie Ressourcenlimits und -requests für CPU und GPU.
apiVersion: apps/v1
kind: Deployment
metadata:
name: llama3-deployment
spec:
replicas: 1
template:
spec:
containers:
- name: llama3
image: llama3-custom:latest
resources:
limits:
nvidia.com/gpu: 1
memory: 32GiImplementieren Sie Automatisierungen für das horizontale und vertikale Skalieren. Nutzen Sie OpenShift Monitoring und Prometheus für die Überwachung von Auslastung und Verfügbarkeit.
Sichern Sie den Zugriff auf Ihr Modell mit Rollenbasierten Zugriffskontrollen (RBAC) und Netzwerk-Policies. Verschlüsseln Sie sensible Daten und verwenden Sie Secrets für Zugangsdaten.
Ein selbst gehostetes LLM ermöglicht Ihnen, sämtliche Datenströme intern zu halten. Gerade für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen (z. B. DSGVO, BDSG) ist dies ein wesentlicher Faktor.
Sie können Modelle trainieren, anpassen und optimieren – ohne Abhängigkeit von externen Anbietern. Das erlaubt die Entwicklung individueller KI-Lösungen, die exakt auf Ihre Geschäftsprozesse zugeschnitten sind.
Längerfristig kann ein eigener Betrieb von Llama 3 günstiger sein als die ständige Nutzung von Cloud-APIs, insbesondere bei hohem Anfragevolumen oder sensiblen Daten.
Mit OpenShift können Sie Llama 3 nahtlos in Ihre Continuous Integration/Continuous Deployment (CI/CD)-Pipelines integrieren. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel CI/CD-Pipeline Auswahl für praktische Beispiele.
Die Bereitstellung von Llama 3 auf OpenShift erfordert umfangreiche Vorarbeiten: Hardware-Beschaffung, Cluster-Konfiguration, Sicherheit und Monitoring. Ohne Erfahrung im Umgang mit Kubernetes und Containerisierung kann der Einstieg herausfordernd sein.
Sie sind selbst für Updates, Patches und Sicherheitsprüfungen verantwortlich. Fehlerhafte Konfigurationen oder fehlende Updates können zu Sicherheitslücken oder Ausfällen führen.
Eine fehlerhafte Planung der Ressourcen (z. B. zu wenig GPUs) führt schnell zu Leistungseinbußen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, Ressourcen zu überdimensionieren, was unnötige Kosten verursacht.
Setzen Sie auf eine mehrschichtige Architektur mit klar getrennten Komponenten für Dateneingang, Modell-Serving und Monitoring. Nutzen Sie Service Mesh-Lösungen für sichere und nachvollziehbare Kommunikation zwischen Services.
Automatisieren Sie Tests für Modell-Updates und führen Sie Smoke-Tests nach jedem Deployment durch. Integrieren Sie Prometheus und Grafana für die Überwachung der Modellleistung.
Verwenden Sie Secrets für Zugangsdaten und achten Sie darauf, dass nur autorisierte Nutzer auf die Modelle zugreifen können. Aktualisieren Sie Container-Images regelmäßig und führen Sie Schwachstellen-Scans durch.
Optimieren Sie die Modellinferenz mit Batch-Verarbeitung und GPU-beschleunigter Berechnung. Überwachen Sie Antwortzeiten und passen Sie die Skalierung dynamisch an.
| Kriterium | Selbst gehostet (OpenShift) | Cloud-API |
| Datenschutz | Maximal | Mittel/Unklar |
| Anpassbarkeit | Sehr hoch | Begrenzt |
| Initiale Kosten | Hoch | Niedrig |
| Betriebskosten | Kontrollierbar | Laufend, je nach Nutzung |
| Wartungsaufwand | Hoch | Gering |
Lesen Sie auch: Migration in die private Cloud für weitere Einblicke in Cloud-Strategien!
Ein großes Finanzinstitut setzt Llama 3 ein, um Kundenanfragen automatisiert zu klassifizieren und zu beantworten. Da strenge Datenschutzrichtlinien gelten, ist ein eigener Betrieb auf OpenShift die einzige Option.
Ein Telekommunikationsanbieter betreibt einen multilingualen Chatbot auf Basis von Llama 3 im eigenen Rechenzentrum. Die Integration in bestehende CRM-Systeme erfolgt über interne APIs.
Ein Krankenhaus nutzt Llama 3 zur Klassifizierung und Verschlagwortung medizinischer Dokumente. Die Daten verlassen zu keinem Zeitpunkt die Klinik-IT, was für die Einhaltung der Datenschutzvorgaben entscheidend ist.
Ein Maschinenbauunternehmen setzt Llama 3 zur semantischen Suche in technischen Handbüchern ein. So finden Mitarbeiter schnell relevante Informationen, ohne sensible Daten extern zu speichern.
Ein Energieversorger nutzt Llama 3 für die automatisierte Generierung von Berichten aus großen Datenbeständen. Die Lösung wurde in die bestehende OpenShift-Infrastruktur integriert und kann flexibel erweitert werden.
Viele Teams unterschätzen den Bedarf an Rechenleistung. Planen Sie großzügig und testen Sie mit realistischen Workloads.
Fehlende Zugriffsregelungen oder offene Endpunkte sind ein häufiges Einfallstor für Angriffe. Setzen Sie auf RBAC und Netzwerksegmentierung.
Verzichten Sie auf manuelle Schritte bei Updates und Skalierung. Nutzen Sie Automatisierungstools und Infrastructure as Code.
Durch die Verarbeitung mehrerer Anfragen in einem Schritt können Sie die Auslastung Ihrer GPUs deutlich verbessern und Kosten sparen.
Passen Sie Llama 3 mit Transferlernen an Ihre spezifischen Anforderungen an. So profitieren Sie von bestehenden Wissensbasen und erzielen bessere Ergebnisse bei Spezialaufgaben.
Nutzen Sie Rolling Updates und Blue/Green Deployments, um Updates ohne Unterbrechung des Betriebs einzuspielen.
Ein selbst gehostetes LLM lohnt sich vor allem, wenn Datenschutz, Anpassbarkeit und Kosteneffizienz im Vordergrund stehen. Kleinere Teams oder Pilotprojekte profitieren dagegen oft von Cloud-APIs.
Die Entwicklung offener KI-Modelle schreitet rasant voran. Wer heute Know-how aufbaut, ist für kommende Herausforderungen bestens gerüstet.
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Ein selbst gehostetes Llama 3 auf OpenShift bietet Unternehmen maximale Kontrolle, Sicherheit und Anpassbarkeit für KI-Anwendungen in der eigenen Infrastruktur. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, erfordert aber Investitionen in Know-how, Hardware und Prozesse. Wer diese Herausforderungen meistert, profitiert von einer zukunftssicheren, skalierbaren KI-Lösung und kann sensible Daten optimal schützen.
Überlegen Sie, ob Ihre Organisation bereit für diese Verantwortung ist – oder ob eine Cloud-basierte Lösung aktuell besser passt. Lassen Sie sich beraten und treffen Sie eine fundierte Entscheidung für Ihre KI-Strategie!


