
Low-Code-Plattformen bieten Chancen für Kosteneinsparungen, bergen aber das Risiko einer Anbieterbindung. Erfahren Sie, wie Sie den ROI maximieren und Fallstricke bei der Plattformwahl vermeiden können.
Low-Code-Plattformen revolutionieren die Art und Weise, wie Unternehmen digitale Anwendungen entwickeln und bereitstellen. Mit dem Versprechen, Entwicklungskosten zu senken und Projekte zu beschleunigen, erscheinen sie als ideale Lösung für die digitale Transformation. Doch birgt die Nutzung solcher Plattformen auch Risiken, insbesondere die Gefahr einer Anbieterbindung (Vendor Lock-in). Wie können Unternehmen also den Return on Investment (ROI) maximieren, ohne in eine Abhängigkeit zu geraten? In diesem Beitrag erfahren Sie, welche realen Einsparungen Low-Code bietet, wie Sie versteckte Kosten und Risiken erkennen und welche Kriterien für eine sichere Plattformwahl entscheidend sind.
Der Return on Investment (ROI) misst das Verhältnis des Gewinns zu den Kosten einer Investition. Bei Low-Code-Plattformen umfasst dies sowohl direkte Einsparungen bei Entwicklung und Wartung als auch indirekte Vorteile wie schnellere Markteinführung oder bessere Anpassungsfähigkeit.
Wichtig: Ein hoher ROI ist nur dann nachhaltig, wenn keine versteckten Abhängigkeiten entstehen.
„Low-Code senkt die Einstiegshürden, aber langfristige Kostenfallen sind nicht zu unterschätzen.“
Unter Anbieterbindung versteht man die Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter, sodass ein Wechsel mit hohen Kosten, Datenverlust oder Funktionsverlust verbunden ist.
Ein Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen entschied sich für eine günstige Low-Code-Plattform. Nach zwei Jahren stiegen die Lizenzkosten deutlich, und eine Migration war aufgrund proprietärer Technologien kaum möglich.
APIs und Datenformate unterstützen.Tipp: Prüfen Sie frühzeitig die technischen und vertraglichen Bedingungen für den Ausstieg.
APIs und StandardsErmitteln Sie den aktuellen Aufwand für Entwicklung, Wartung und Betrieb Ihrer Anwendungen.
Berechnen Sie den ROI für verschiedene Plattformen – inklusive Migrations- und Exit-Kosten.
def calculate_roi(savings, costs):
return (savings - costs) / costs * 100
print(calculate_roi(100000, 50000)) # Ausgabe: 100%Ein Mittelständler implementiert eine Low-Code-Plattform mit offenen Schnittstellen. Dank offener APIs gelingt die Integration in vorhandene Systeme problemlos. Der ROI nach einem Jahr: 140 %.
Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie die wichtigsten Kriterien und Erfahrungen für zukünftige Plattformentscheidungen.
| Ansatz | Entwicklungszeit | Flexibilität |
| Low-Code | 2-6 Monate | Mittel |
| No-Code | 1-4 Wochen | Gering |
| Klassisch | 6-24 Monate | Hoch |
Nein, insbesondere bei komplexen oder stark individualisierten Anwendungen können die Gesamtkosten steigen.
Achten Sie auf proprietäre Technologien, fehlende Exportmöglichkeiten und unflexible Verträge.
Viele moderne Plattformen bieten offene APIs. Prüfen Sie dennoch frühzeitig die Integrationsmöglichkeiten.
Setzen Sie auf regelmäßige Reviews und messen Sie KPIs wie Entwicklungszeit, Wartungsaufwand und Nutzerakzeptanz.
Weiterführende Lektüre: Wie Sie den ROI in IT-Projekten steigern: Das richtige Abrechnungsmodell wählen
Immer mehr Plattformen integrieren künstliche Intelligenz, um Prozesse weiter zu automatisieren. Das erhöht die Effizienz, birgt aber zusätzliche Risiken im Bereich Datenhoheit.
Unternehmen setzen vermehrt auf flexible Deployments, um Lock-ins zu vermeiden. Plattformen, die verschiedene Cloud-Anbieter unterstützen, sind im Vorteil.
Wer eine Cloud-Plattform wählt, sollte die Integration und das Preismodell genau prüfen. Orientierung bietet der Artikel Welche Cloud-Plattform wählen? AWS, Azure oder GCP im Vergleich.
Low-Code-Plattformen bieten großes Potenzial für Kosteneinsparungen und Agilität. Doch nur wer die Risiken der Anbieterbindung kennt und aktiv minimiert, kann den Return on Investment langfristig sichern. Achten Sie auf offene Standards, transparente Lizenzen und flexible Integrationsmöglichkeiten. Prüfen Sie regelmäßig den ROI und passen Sie Ihre Strategie an die sich wandelnden Anforderungen an.
Sie möchten mehr über die optimale Plattformwahl erfahren oder benötigen Unterstützung bei der Digitalisierung? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne individuell zu Ihrer Low-Code-Strategie!