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Vor Vertragsabschluss: 5 Fragen an Ihr Softwarehaus
Unternehmensführung

Vor Vertragsabschluss: 5 Fragen an Ihr Softwarehaus

Konrad Kur
2025-12-17
6 Minuten Lesezeit

Vor Vertragsabschluss mit einem Softwarehaus sollten CTOs gezielt 5 Schlüsselfragen stellen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Risiken minimieren und den idealen Technologiepartner für Ihr Projekt finden – mit praktischen Beispielen, Checklisten und wertvollen Tipps.

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Vor Vertragsabschluss: 5 Fragen an Ihr Softwarehaus

Die Wahl des richtigen Technologiepartners ist eine der wichtigsten Entscheidungen für den langfristigen Erfolg Ihres digitalen Projekts. Ein falscher Partner kann Zeit, Geld und Vertrauen kosten – während ein erfahrener Softwareentwickler Ihr Unternehmen auf die nächste Stufe heben kann. CTOs und Geschäftsführer stehen regelmäßig vor der Herausforderung, ein Softwarehaus aus der Vielzahl der Anbieter auszuwählen. Doch bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, sollten Sie unbedingt die richtigen Fragen stellen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche 5 entscheidenden Fragen Sie jedem Softwarehaus stellen müssen, um die Qualität, Zuverlässigkeit und Passgenauigkeit Ihres künftigen Partners realistisch einzuschätzen. Sie erhalten praxisnahe Beispiele, Tipps aus der Erfahrung und Hinweise auf häufige Fallstricke. Außerdem zeigen wir, wie Sie Ihre Entscheidung mit konkreten Kriterien absichern – für einen langfristigen, erfolgreichen Start Ihrer digitalen Transformation.

„Eine kluge Vorbereitung schützt Sie vor späteren Enttäuschungen und gibt Ihnen Sicherheit in der Zusammenarbeit.“

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Fragen Risiken minimieren und den besten Technologiepartner für Ihr Unternehmen finden.

Warum ist die Wahl des Softwarehauses so entscheidend?

Langfristige Partnerschaft statt kurzfristige Lösung

Die Zusammenarbeit mit einem Softwarehaus ist weit mehr als ein klassisches Lieferantenverhältnis. Sie legen den Grundstein für eine langfristige Partnerschaft, die Ihr Unternehmen technologisch prägt. Eine unüberlegte Entscheidung kann zu Verzögerungen, Budgetüberschreitungen oder sogar Projektabbrüchen führen. Umgekehrt profitieren Sie von Innovation, Prozessoptimierung und stabilen Systemen, wenn Sie den richtigen Partner wählen.

Risiken minimieren durch gezielte Auswahl

Zu den häufigsten Risiken zählen:

  • Mangelnde Qualität der Software
  • Unzureichende Kommunikation oder fehlendes Verständnis für Ihre Geschäftsziele
  • Versteckte Kosten und intransparente Abrechnung
  • Fehlende Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen

„Ein versierter Technologiepartner versteht Ihr Geschäft und begleitet Sie proaktiv bei jedem Schritt.“

Deshalb sollten Sie im Auswahlprozess gezielt auf Verlässlichkeit, Erfahrung und Innovationskraft achten. Weitere Entscheidungshilfen finden Sie auch in unserem Beitrag „Die richtige IT-Firma auswählen: 15 entscheidende Fragen“.

Frage 1: Welche Projekterfahrung und Branchenkenntnis bringt das Softwarehaus mit?

Referenzen und Projekthistorie kritisch prüfen

Erkundigen Sie sich nach vergleichbaren Projekten und lassen Sie sich konkrete Referenzen zeigen. Fragen Sie nach Fallstudien, Kundenzitaten oder Demo-Versionen. Ein professionelles Softwarehaus wird stolz auf seine Erfolge verweisen und diese transparent präsentieren.

Branchenkenntnis als Wettbewerbsvorteil

Ein Technologiepartner mit tiefem Verständnis für Ihre Branche versteht nicht nur die technischen, sondern auch die geschäftlichen Herausforderungen. Beispiele:

  • Im Finanzsektor: Erfahrung mit regulatorischen Anforderungen
  • Im E-Commerce: Optimierung von Konversionsraten durch moderne Technologien
  • Im Gesundheitswesen: Datenschutz und Datensicherheit als Grundvoraussetzung

Fragen Sie gezielt nach Branchenprojekten und wie das Softwarehaus typische Herausforderungen gelöst hat.

Frage 2: Wie gestaltet sich der Projektmanagement-Prozess?

Transparente Kommunikation und klare Verantwortlichkeiten

Ein strukturiertes Projektmanagement ist das Rückgrat jeder erfolgreichen Zusammenarbeit. Klären Sie im Vorfeld, welche Methoden das Softwarehaus einsetzt (z. B. Scrum, Kanban, klassisches Projektmanagement) und wie die Kommunikation organisiert ist.

Beispielhafter Projektablauf – Schritt für Schritt

  1. Kick-off und Anforderungsanalyse
  2. Prototyping und Feedbackschleifen
  3. Regelmäßige Sprint-Reviews und transparente Statusberichte
  4. Abnahme und Go-Live

Fragen Sie auch nach dem Umgang mit Änderungen im Projektverlauf – Flexibilität und Agilität sind heute unverzichtbar. Ein guter Partner beschreibt Ihnen den gesamten Ablauf und zeigt, wie Risiken aktiv gemanagt werden.

Frage 3: Wie werden Qualitätssicherung und Tests gehandhabt?

Automatisierte und manuelle Tests im Vergleich

Ein Softwarehaus mit hoher Qualitätsorientierung setzt auf einen Mix aus automatisierten Tests (Unit-Tests, Integrationstests) und manuellen Prüfungen (z. B. User Acceptance Tests). Fragen Sie, wie Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden und wie Sie als Kunde in den Testprozess eingebunden werden.

Best Practices für Qualitätssicherung

  • Testgetriebene Entwicklung (TDD)
  • Code-Reviews und Pair Programming
  • Einsatz von Testautomatisierungstools
  • Staging-Umgebungen für realitätsnahe Simulationen

Bitten Sie um Beispiele aus der Praxis, wie Fehler behandelt wurden oder wie durch Tests kritische Probleme verhindert werden konnten. Lassen Sie sich ggf. einen Auszug aus der Teststrategie zeigen.

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Frage 4: Wie sieht das Preismodell und die Abrechnung aus?

Kostenstruktur und Transparenz

Klären Sie, ob Sie ein Festpreisangebot oder ein Time-and-Material-Modell bevorzugen. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile:

  • Festpreis: Klare Budgetplanung, aber weniger Flexibilität für Änderungen
  • Time-and-Material: Mehr Agilität, aber potenziell höhere Endkosten

Beispiel: Für ein MVP-Projekt empfiehlt sich oft ein flexibles Modell. Bei klar umrissenen Anforderungen kann ein Festpreis die bessere Wahl sein.

Versteckte Kosten vermeiden

Fragen Sie gezielt nach möglichen Zusatzkosten wie Wartung, Support oder Lizenzgebühren. Ein seriöses Softwarehaus wird alle Posten offenlegen. Für eine tiefergehende Analyse empfehlen wir den Artikel „7 entscheidende Kostenunterschiede: IT-Outsourcing vs. internes Team“.

Frage 5: Wie werden Support und Wartung nach Projektabschluss sichergestellt?

Betreuung nach dem Go-Live

Die eigentliche Herausforderung beginnt oft erst nach dem Projektabschluss. Fragen Sie, wie Support organisiert ist, welche Reaktionszeiten gelten und wie Fehlerbehebung, Updates oder Weiterentwicklung ablaufen.

Service-Level-Agreements (SLA) als Absicherung

Lassen Sie sich konkrete SLA-Angebote zeigen und klären Sie, was bei Störungen oder Ausfällen passiert. Gute Softwarehäuser bieten verschiedene Support-Modelle – von Basis-Support bis zum 24/7-Notfalldienst.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie, wie die Wissensübergabe erfolgt und ob eine Dokumentation bereitgestellt wird. Das sichert Ihre Unabhängigkeit und erleichtert spätere Anpassungen.

Zusätzliche wichtige Überlegungen für CTOs

Technologiestack, Sicherheit und Skalierbarkeit

Fragen Sie nach dem bevorzugten Technologiestack und prüfen Sie, ob die eingesetzten Technologien zu Ihrer langfristigen Strategie passen. Sicherheit ist ein oft unterschätztes Thema – lassen Sie sich erklären, wie Datenschutz, Verschlüsselung und Zugriffsrechte umgesetzt werden.

Skalierbarkeit als Zukunftsfaktor

Ein modernes Softwarehaus plant von Anfang an mit, wie Ihre Anwendung wachsen kann – sei es durch Lastverteilung, Cloud-Nutzung oder modulare Architektur. Beispiel: Unternehmen, die mit einer Progressive Web App starten, profitieren später von einer leichteren Erweiterbarkeit.

  • Welche Technologien werden eingesetzt?
  • Wie werden Updates und Sicherheitspatches gehandhabt?
  • Wie lässt sich das System auf neue Nutzerzahlen skalieren?

Häufige Fehler beim Auswahlprozess und wie Sie sie vermeiden

Vorschnelle Entscheidungen und mangelnde Due Diligence

Viele Unternehmen entscheiden sich zu schnell für einen Anbieter. Prüfen Sie Angebote sorgfältig, vergleichen Sie mehrere Softwarehäuser und holen Sie Feedback von Referenzkunden ein.

Unklare Anforderungen und unrealistische Erwartungen

Definieren Sie Ihre Ziele klar und prüfen Sie, ob das Softwarehaus Ihre Erwartungen realistisch einschätzt. Eine professionelle Beratung hilft dabei, den Projektumfang korrekt zu bestimmen.

  • Unzureichende Vertragsprüfung
  • Unklare Zuständigkeiten
  • Fehlende Exit-Strategien bei Problemen

Vermeiden Sie diese Fehler durch strukturierte Prozesse und offene Kommunikation.

Best Practices und Tipps aus der Praxis

Checkliste für Ihre Softwarehaus-Auswahl

  1. Prüfen Sie die Projekterfahrung und Branchenkenntnis.
  2. Verlangen Sie einen klaren Projektplan und transparente Kommunikation.
  3. Erfragen Sie die Teststrategie und Beispiele erfolgreicher Qualitätssicherung.
  4. Klären Sie das Preismodell und alle Zusatzkosten.
  5. Vereinbaren Sie konkrete Support- und Wartungsleistungen.

Praxisbeispiele für erfolgreiche Auswahl

  • Ein Mittelständler aus dem Maschinenbau wählte ein Softwarehaus mit Spezial-Know-how und profitierte von Automatisierungslösungen, die den ROI deutlich steigerten.
  • Ein E-Commerce-Startup setzte auf ein agiles Team mit Erfahrung im Bereich Progressive Web Apps und erreichte eine Verdopplung der Konversionsrate nach dem Relaunch.

Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit Ihres IT-Projekts empfehlen wir unseren Beitrag „ROI in der IT: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung“.

Fazit: So finden Sie den richtigen Technologiepartner für Ihr Projekt

Die Auswahl des passenden Softwarehauses entscheidet maßgeblich über den Erfolg Ihres digitalen Projekts. Mit den hier vorgestellten 5 Fragen sichern Sie sich umfassende Einblicke in Arbeitsweise, Erfahrung und Servicebereitschaft Ihres Partners. Transparenz, Kommunikation und eine klare Erwartungshaltung sind der Schlüssel zu einer produktiven Zusammenarbeit.

Nutzen Sie unsere Checkliste und stellen Sie gezielt Fragen zu Projekterfahrung, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Kostenstruktur sowie Support. So schützen Sie Ihr Unternehmen vor teuren Fehlern und gewinnen einen Partner, der Sie langfristig unterstützt.

Sie möchten mehr erfahren? Lesen Sie weiter in unserem Artikel „Die richtige IT-Firma auswählen“ oder kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.

KK

Konrad Kur

CEO