
Welches Abrechnungsmodell maximiert Ihren ROI im IT-Projekt? Dieser Ratgeber erklärt praxisnah die Unterschiede zwischen Time & Materials und Festpreis, zeigt Vorteile, Risiken und gibt konkrete Tipps für Ihre Entscheidung.
Die Wahl des passenden Abrechnungsmodells ist einer der wichtigsten Faktoren, um den Return on Investment (ROI) in IT-Projekten signifikant zu erhöhen. Viele Unternehmen stehen vor der Entscheidung: Sollten sie auf das Time & Materials-Modell setzen oder doch lieber einen Festpreis vereinbaren? Die Antwort hängt von zahlreichen Faktoren ab, die weit über den reinen Preis hinausgehen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie das optimale Modell für Ihr Projekt wählen, welche Vor- und Nachteile beide Ansätze bieten, und wie Sie typische Fehler vermeiden. Sie erhalten praxisnahe Tipps, Beispiele aus dem Alltag sowie eine Analyse, wann welches Modell den größten Mehrwert und ROI liefert.
Ob Ihr Unternehmen gerade dabei ist, eine neue Software einzuführen, ein Minimum Viable Product (MVP) zu erstellen oder eine bestehende Lösung zu modernisieren – die Wahl des Vertragsmodells beeinflusst maßgeblich die Projektergebnisse. Lesen Sie weiter, um alle Parameter zu verstehen und strategisch zu entscheiden.
Beim Time & Materials-Modell werden Leistungen nach tatsächlich aufgewendeten Arbeitsstunden und Ressourcen abgerechnet. Sie zahlen also für die Zeit und das Material, das in Ihr Projekt investiert wird.
Ein Festpreisvertrag legt im Vorfeld einen fixen Gesamtbetrag für das gesamte Projekt fest. Der Dienstleister trägt das Risiko von Mehraufwänden, Sie haben Planungssicherheit – zumindest auf den ersten Blick.
Merke: Die richtige Wahl des Modells kann entscheidend für den Erfolg und die Rentabilität Ihres Softwareprojekts sein.
In dynamischen IT-Projekten, in denen sich Anforderungen oft ändern oder zu Projektbeginn noch nicht alle Details bekannt sind, bietet das Time & Materials-Modell klare Vorteile. Sie können Anpassungen vornehmen, ohne jedes Mal einen neuen Vertrag auszuhandeln.
Ein Start-up entwickelt ein innovatives MVP, bei dem die Features während der Entwicklung mehrfach angepasst werden. Da die finalen Anforderungen noch nicht komplett definiert sind, wäre ein Festpreisvertrag riskant und würde zu vielen Change Requests führen. Mit Time & Materials bleibt das Start-up flexibel und kann schnell auf Marktfeedback reagieren.
Ein Festpreis eignet sich besonders für Projekte mit klar definierten Anforderungen und überschaubarer Komplexität. Sie kennen den Endpreis bereits zu Beginn und können Ihr Budget exakt kalkulieren.
Ein mittelständisches Unternehmen benötigt eine Standard-Website mit festgelegtem Funktionsumfang. Da die Spezifikation klar und stabil ist, kann der Dienstleister einen Festpreis anbieten, ohne hohe Risiken einzugehen. Änderungen sind selten, das Projekt lässt sich exakt steuern.
Wichtig: Beim Festpreis drohen versteckte Kosten, wenn die Anforderungen unvollständig oder fehlerhaft definiert wurden. Mehr dazu im Abschnitt versteckte Kosten der Softwareentwicklung.
| Kriterium | Time & Materials | Festpreis |
| Flexibilität | Hoch | Niedrig |
| Budgetkontrolle | Mittel | Hoch |
| Planungssicherheit | Mittel | Hoch |
| Risiko für Mehrkosten | Auf Auftraggeberseite | Auf Dienstleisterseite |
| Anpassungsfähigkeit | Sehr hoch | Gering |
Bei der Modernisierung einer Altanwendung sind oft viele unbekannte Variablen im Spiel. In solchen Szenarien ist ein Time & Materials-Ansatz häufig sinnvoller, da Anpassungen und neue Anforderungen während des Projekts leichter umgesetzt werden können.
Fazit: Je nach Antworten kann ein Modell deutliche Vorteile bieten.
Durch eine agile Steuerung können Sie die Effizienz und Zielerreichung auch bei laufenden Veränderungen sicherstellen.
Tipp: Lassen Sie den Vertrag von IT- und Rechtsexperten prüfen, um kostspielige Missverständnisse zu vermeiden.
Je höher die technische Komplexität, desto eher empfiehlt sich ein flexibles Modell. Bei Standardlösungen mit geringer Innovationsrate sind Festpreise oft ausreichend.
Start-ups setzen häufig auf Time & Materials, um ihr MVP schnell und flexibel am Markt zu testen. Änderungen und neue Ideen lassen sich unkompliziert einbauen, was die Erfolgschancen erhöht.
Setzen Sie auf transparente Kommunikation, regelmäßige Berichte und klare Meilensteine. Budgetobergrenzen und monatliche Kostenübersichten schützen vor bösen Überraschungen.
Fordern Sie regelmäßige Zwischenstände und Change Requests ein. Klare Absprachen und ein flexibles Änderungsmanagement helfen, Kosten und Qualität im Griff zu behalten.
Ja, Mischformen kombinieren die Vorteile beider Ansätze: Ein Basismodul zum Festpreis, Erweiterungen nach Time & Materials. Solche Modelle werden bei größeren Softwareprojekten immer beliebter.
Ein Unternehmen entschied sich für Time & Materials und konnte so während der Entwicklung neue Markttrends direkt integrieren. Das Ergebnis: Ein Produkt, das exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten ist – mit höherem ROI.
Da alle Anforderungen und Schnittstellen klar definiert waren, wurde ein Festpreisvertrag geschlossen. Das Projekt wurde termingerecht und im Budgetrahmen abgeschlossen.
Langfristige Betreuung von Anwendungen erfolgt meist nach Time & Materials. So können Fehlerbehebungen und neue Features flexibel umgesetzt werden.
Erfahren Sie mehr über versteckte Kosten in der Softwareentwicklung, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Die Wahl zwischen Time & Materials und Festpreis ist keine rein technische Frage – sie entscheidet maßgeblich über den ROI in Ihrem IT-Projekt. Flexibilität, Planungssicherheit, Innovationsgrad und Klarheit der Anforderungen sind die wichtigsten Kriterien. Prüfen Sie die Gegebenheiten Ihres Projekts sorgfältig und holen Sie gegebenenfalls Expertenrat ein. Setzen Sie auf transparente Kommunikation und klare Verträge – so vermeiden Sie unnötige Kosten und maximieren den Projekterfolg.
Sie möchten mehr über effiziente Projektmodelle in der Softwareentwicklung erfahren? Kontaktieren Sie uns oder entdecken Sie unsere Tipps zu erfolgreichen MVPs. Treffen Sie jetzt die richtige Wahl für Ihren Projekterfolg!